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Naturliebe, Selfmade

Die Kiefer

Die Fichte

Botanisch: Pinus sylvestris.
Sie gehört zur Familie der Pinaceae, der Kiefergewächse.
Weitere Namen sind: Föhre, Kienbaum und Forche.

Die Verwendungen des Harzes der Kiefer ist ähnlich wie bei der Fichte und so wurden Terpentin und Pech aus dem Kiefernharz hergestellt.

Volksglauben & Mystik:
Bei unseren Vorfahren galten die Kiefernzapfen als Zeichen für Fruchtbarkeit und Reichtum.
Mancherorts glaubt man, dass die, Nägel, mit welchen Jesus an das Kreuz genagelt wurden, aus Kiefernholz geschnitzt waren.
Darum steht die Kiefer auch für Wiederauferstehung und Unsterblichkeit.
Doch auch wegen ihrer immergrünen Erscheinung gilt sie als ein Symbol für Langlebigkeit, Ausdauer sowie Unsterblichkeit.
Im keltischen Baumkreis steht die Kiefer für „Geduld“. Bei unseren Vorfahren galt die Kiefer auch als „Lebensbaum“ und war ein Bestandteil im „Baumhoroskop“.
So gab es mancherorts auch die Tradition, zur Geburt eines Kindes eine Kiefer als Geburtsbaum zu pflanzen.

Im Mittelalter war die Kiefer wegen ihrem harzreichen Holz beliebt um den Kienspan daraus zu gewinnen und Fackeln herzustellen.
Diese Verwendung zog sich bis ins 19. Jahrhundert.

Aus den Kiefernnadeln stellte man die „Waldwolle“ her.
Dafür legte man die Kiefernnadeln in heißes Wasser bis sich das Äußere ablöst.
Darunter kommt die „Waldwolle“ zum Vorschein.
Mit ihr wurden z.B. Kissen befüllt.

Kiefern werden durchschnittlich bis 600 Jahre alt aber es gibt auch sehr viel ältere Exemplare die ein Alter von 2500 bis zu 4000 Jahren erreicht haben sollen.
Ein einziger Kiefernzapfen enthält bis zu 50 Samen.
Der Wuchs der Kiefer variiert je nach Standort: So können sie zu staatlichen Bäumen mit einer Höhe von 50 m heranwachsen oder klein und buschig am Boden bleiben.
Besonders im asiatischen Raum wie Japan hat die Kiefer eine große Bedeutung und ist unverzichtbar im Landschafts-& Gartenbild.
Es gibt ca. 100 verschiedene Kiefernarten.
Darunter z.B. auch die Zirbelkiefer, Bergkiefer und Schwarzkiefer sowie Weymouthskiefer.


Verwendung:
Durch die vielen ätherischen Öle in der Kiefer tut sie bei allerlei Erkältungsbeschwerden wie Schnupfen und Husten gut.
Sie erleichtert das Abhusten und hilft dabei die Atemwege zu befreien.

Dafür kann man ein Dampfbad, mit einer Handvoll getrockneter oder frischen Kiefernnadeln sowie wenige Tropfen von dem ätherischen Öl der Kiefern machen.
Man sollte mind. 10 Minuten unter einem Handtuch über dem Dampfbad verweilen.

Doch auch als Badezusatz tun die Nadeln gut.
Dafür kann man sie trocknen und zu einem Pulver zermahlen oder ganze Nadeln am besten in ein kleines Stoffsäckchen füllen und in die Badewanne in heißes Wasser geben.
Die Nadeln sollen zudem eine keimtötende Wirkung haben, was sie zu einem unterstützenden Mittel bei Blasenentzündungen und Nierenentzündungen macht.
Dafür kocht man 1 Teelöffel der Kiefernnadeln pro Tasse und trinkt dies 1-4 mal am Tag.
Süßen kann man das Ganze noch mit z.B. Honig.

Auch aus dem Kiefernharz lässt sich Pechsalbe herstellen.
Ein Rezept für die Pechsalbe sowie ihre Anwendungsmöglichkeiten findet ihr hier: https://wildwiesenkind.de/nadelbaumharze/

Auch ein heilsames Öl aus den Nadeln der Fichte lässt sich zubereiten.
Dieses sorgt für Entspannung in den Muskeln und Gelenken.

Doch die Kiefer tut auch schmerzenden Muskeln und Gelenken gut.
Das wohl bekannteste Mittel wird hier der Franzbranntwein sein.
Diesen kann man auch zu Hause selbst herstellen.

Wegen des sehr hohen Alkoholgehaltes sollte der Franzbranntwein bzw. die Tinktur jedoch nicht auf empfindlicher Haut und den Schleimhäuten sowie im Bereich der Augen angewendet werden.
Zudem trocknet der Alkohol die Haut aus weshalb er nur in Maßen aufgetragen werden sollte und nicht über einen längeren Zeitraum.

Eine etwas aufwendigere Rezeptmöglichkeit ist ein Auszug aus frischen Fichtenzweigen und Wacholderbeeren:

  • Dafür benötigt man 200g frische Kiefernzweige aber es lassen sich auch ältere Kiefernzweigchen nutzen, da hat jeder so seine Variante….
  • ca. 1l Korn
  • 4 große Rosmarinzweige
  • 10 g getrocknete Wacholderbeeren
  • 1 oder 2 Gläser welche mind. 1,5 l Fassungsvermögen haben
  • eine dunkle Flasche mit mind. 1 l Fassungsvermögen

Um die Wirkung zu verstärken können noch die unten genannten ätherischen Öle wie Latschenkiefer oder Fichtennadelöl hinzugegeben werden aber nicht mehr als 10 Tropfen.
Ohne das ätherische Öl ist die Tinktur sehr mild.

Die Nadeln und der Rosmarin müssen zunächst sehr fein geschnitten werden.
Dies verströmt schon einen herrlichen Duft.
Die Wacholderbeeren können in einem Mörser zerdrückt werden.
Auch die Fichtennadeln und der Rosmarin sollten noch einmal in einem Mörser gut zerdrückt werden.

Nun wird die Kiefern-Rosmarin-Wachholderbeerenmischung in die Gläser gefüllt und gleichmäßig mit dem Alkohol befüllt.
Das Ganze muss nun an einem dunklen Ort für mind. 4 Wochen durchziehen.
Es sollte immer mal geschüttelt werden.
Nach den 4 Wochen wird die Tinktur durch einen Kaffeefilter abgeseiht, in die dunkle Flasche.

Die schnelle und einfache Variante für die Tinktur:
man benötigt die ätherischen Öle von:

  • Kampfer
  • Fichtennadel
  • Latschenkiefer
  • Rosmarin
  • außerdem 20 ml 70%iger Alkohol sowie
  • 70 ml Korn.

Man gibt den Alkohol in eine dunkle Flasche und dann jeweils max. 30 Tropfen von jedem der ätherischen Öle hinzu.
Die Flasche verschließen und gut schütteln.
Die Tinktur kann im Kühlschrank ca. 1 Jahr aufbewahrt werden.

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