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Naturliebe, Selfmade

Blaubeer-Schokoladenkuchen

Blaubeer-Schokoladenkuchen

Die Blaubeere gilt als heimisches „Superfood“ mit vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften und zählt zu einer meiner absoluten Lieblingsbeeren.
Denn die kleinen Beeren schmecken nicht nur besonders gut sondern stecken auch voller wertvoller Inhaltsstoffe.
Sie sind besonders wegen ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkung bekannt.
Das letzte Wochenende habe ich im Harz verbracht und dort findet man im Moment eine Menge reifer, köstlicher Blaubeeren.
Die dort gefundenen Blaubeeren wurden direkt zu einem Blaubeer-Schokoladenkuchen verarbeitet, wozu ich heute das Rezept mit euch teilen möchte.
Doch vorab, wenn ihr Blaubeeren selber sammelt und dies an Orten wie z.B. im Harz tun möchtet, achtet darauf, dass ihr nicht im Nationalpark seid.
Denn dort ist das Sammeln von Blaubeeren verboten.
Doch vorab gibt es wieder erst einmal ein wenig Mythologie zu der Blaubeere:

Blaubeeren Mythologie:
Auch in der Mystik der vergangenen Zeit stößt man immer wieder mal auf die Blaubeere.
So sollen Blaubeeren aus den Perlen des Rosenkranzes der Maria entstanden sein, welche sie in einer Hungersnot auf die Erde fallen ließ.
Darum wurden mancherorts die Blaubeeren vor die Abbildungen der Maria gestreut.

Bei den indigenen Völkern Amerikas waren sie ein Geschenk des großen Geistes der sie und ihre Familien vor Hunger bewahrte.

Doch die Blaubeeren waren auch dafür bekannt, traurige Ereignisse und Todesfälle anzukündigen.
So soll man zu Weihnachten keine Blaubeeren essen, da dies einen Todesfall mit sich bringen könnte und findet man eine weiße Blaubeere oder träumt von ihnen, soll auch dies ein Zeichen dafür sein, dass ein Todesfall bevor steht.
Mancherorts war es daher Schwangeren verboten, Blaubeeren zu sammeln oder in der Schwangerschaft zu verzehren.

Bei den Kelten hieß es, dass wenn die erste Blaubeerernte ertragreich war, auch alle kommenden Ernten in diesem Jahr üppig ausfallen würden.
In Tschechien und Österreich glaubte man, dass Zwerge tief unter der Erde leben würden und dort ihre Schätze beherbergen.
In dieses unterirdische Zwergenreich voller Schätze gibt es Einstiege, die von Blaubeerbüschen beschützt werden.
So suchte mancher eins in der Nähe von Blaubeerbüschen den Weg Untertage um die Schätze der Zwerge zu finden.

Falls ihr noch ein wenig mehr über die Blaubeere lesen wollt, z.B. wo man sie findet und womit die Blaubeere auch verwechselt werden kann, dann schaut gerne in einem vorherigen Thema vorbei: https://wildwiesenkind.de/die-blaubeere-vaccinium-myrtillus/.
Übrigens falls ihr einen Hund habt: für einige Hunde sind die kleinen Vitaminbomben ein willkommener Snack und manche Hunde gehen sogar gezielt an die Blaubeerbüsche oder andere Beerenbüsche um sich ihre Portion Vitamine abzuholen.
Also wenn ihr ein Paar Blaubeeren übrig habt und keine bekannte Unverträglichkeit besteht, könnt ihr eurem Hund mal versuchen ein paar Beeren anzubieten oder mit unter das Futter zu mischen (große Hunde ca. 10 Beeren, kleine Hunde ca. 4 Stück).


Blaubeer-Schokoladenkuchen:
Was man benötigt für eine 18 cm Durchmesser Springform:

  • 80 g Zartbitterschokolade
  • 80 g Margarine
  • 3 Eier von glücklichen Hühnern oder Eiersatz für 3 Eier
  • 120 g Puderzucker
  • 130 g gemahlene Mandeln
  • 5 g Backpulver
  • 120 g Blaubeeren (frisch oder TK Blaubeeren)

+ etwas Fett für die Form

Für die Creme:

  • 100 ml Sahne (vegan oder vom Tier)
  • 90 g Puderzucker
  • 1 Pack. Sahnesteif
  • 150 Frischkäse oder Maskapone (auch als vegane Alternative möglich)
  • 100 g Blaubeeren (für die Farbe am besten TK Blaubeeren oder frische aus dem Wald, die Kulturblaubeeren aus der Obstabteilung enthalten zu wenig Farbe…)
  • 50 braunen Zucker
  • ggf. frische Blaubeeren und essbare Blüten zum garnieren.

So wird’s gemacht:

  1. Die Form wird als erstes vorbereitet und der Backofen auf 180 c° Umluft Ober/Unterhitze vorgeheizt.
  2. Dann kann die Schokolade in einem Wasserbad geschmolzen werden.
  3. Falls ihr den Kuchen mit Eiern backt, werden diese zunächst getrennt.
    Das Eiweiß wird steif geschlagen und die Eigelbe werden mit dem Zucker und der Butter cremig gemixt.
    Falls ihr den Kuchen mit einer Eialternative backt, mixt ihr direkt alles zusammen.
    Der Kuchen wird dann nicht ganz so locker, luftig aber es bindet den Teig trotzdem gut.
  4. Die Schokolade wird dann in die Butter-Eimischung mit eingerührt und dann kommen noch die Mandeln und Backpulver hinzu.
    Wenn das alles gut miteinander verrührt ist, kann nach und nach der Eischnee mit untergehoben werden.
  5. Jetzt werden die Blaubeeren noch mit in den Teig gerührt.
    Anschließend wird der Teig in die Form gegeben.
  6. Der Kuchen kommt jetzt für ca. 45 min in den Ofen (Stäbchentest).
  7. In der Zwischenzeit können die Blaubeeren und der Zucker für die Creme zusammen in einem kleinen Topf aufgekocht und kurz köcheln gelassen werden.
    Es sollte ca. die Hälfte des Blaubeersaftes verdunsten, so dass eine leicht dickliche Masse entsteht, die ein wenig an Sirup erinnert.
    Das Kompott muss vor der Verwendung erst vollständig abkühlen.
  8. Ist der Kuchen fertig gebacken, muss auch dieser erst richtig abkühlen, bevor die Sahnecreme darauf verteilt werden kann.
    Ist der Kuchen und das Kompott erkaltet, kann die Sahnecreme hergestellt werden:
  9. Dafür wird die Sahne zunächst mit dem Puderzucker zusammen steif geschlagen und dann wird der Frischkäse mit untergerührt.
  10. Nun kann das Blaubeerkompott entweder komplett mit eingemixt werden oder die Creme wird zuerst auf dem Kuchen verteilt und das Kompott dann mit eingearbeitet und verstrichen, so dass ein marmorartiges Muster entsteht.
  11. Zum Schluss kann der Kuchen noch mit Blaubeeren oder essbaren Blüten garniert werden, fertig.

Was ich sonst noch mit der Blaubeere mache:
Ich verwende sie zum einem in fast jedem Smoothie den ich mir zubereite, in veganen Blaubeerpancakes, als getrocknetes Pulver in Heißgetränken mit geschäumter Baristahafermilch und Ahornsirup und durch ihre kräftige Farbe kann man sie auch zum Malen nutzen.
Und der Klassiker ist natürlich die Blaubeermarmelade:

So wird’s gemacht:

  • 1 kg Blaubeeren
  • 500 g Gelierzucker
  • 1 Bio-Zitrone
  • wer mit Gewürzen experimentieren möchte, kann die Marmelade z.B. mit Vanille und Zimt abschmecken, dass sind meine Favoriten.
  • 1 großer Kochtopf
  • 1 Kelle
  • ca. 5 sterile Gläser (ca. 230 ml) zum abfüllen (z.B. alte Marmeladengläser)

So wird’s gemacht:

  1. Erst müssen die Blaubeeren gewaschen werden und von Blättern und kleinen Stielen, also alles, was man später nicht in der Marmelade haben möchte, befreit werden…
  2. Den Saft der Zitrone ausdrücken.
  3. Die Blaubeeren mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft in dem Topf vermischen und ggf. die Blaubeeren anstampfen.
    Wer seine Marmelade feiner haben möchte, kann sie nun noch pürieren.
    Nun wird sie zum Kochen gebracht und unter ständigem Rühren wird sie 5 Minuten eingekocht.
  4. Bevor sie in sterile Gläser abgefüllt wird, kann man eine Gelierprobe machen.
    Hierzu nimmt man ein klein wenig Masse mit einem kleinen Löffel aus dem Topf und gibt die Masse auf einen Porzellanteller.
    Wenn man diesen dann etwas schräg anhebt ist zu sehen ob die Marmelade eventuell noch zu flüssig ist oder schon gut geliert. Sollte sie noch zu flüssig sein, lässt man die Marmelade noch etwas köcheln (ca 1 Minute).
  5. Die heiße Marmelade kann nun in die sterilen Gläser (das sie steril sind ist wichtig, damit die Marmelade haltbar bleibt und nicht schimmelt oder schlecht wird) bis zum Rand abgefüllt und fest verschlossen werden.
    Die Ränder der Gläser müssen vor dem Verschließen unbedingt ganz sauber sein.
    Eventuelle Abfüllreste sollten mit einem Küchentuch vor dem Verschließen entfernt werden.

Geschlossen ist die Marmelade an einem kühlen und dunklem Ort bis zu einem Jahr haltbar.

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