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Selfmade, Naturliebe

Die Blaubeere (Vaccinium myrtillus)

Blaubeere

Frisch aus dem Urlaub erinnere ich mich neben der wunderschönen Landschaft vor allem an eins, an die Wälder mit üppigen Blaubeerenbewuchs.
Das wiederum erinnert mich an die Zeit in Nordschweden wo ich gefühlte Unmengen an Blaubeermarmelade mit Zimt und Vanille direkt im Wald in unserem alten Mercedes Bus eingekocht habe, um so lang wie möglich etwas aus dem Norden, für die kalten Tage zu haben.
Auch in der Floristenausbildung begegnete sie mir zu meiner Überraschung als Bindegrün häufig.
Und da ich die Blaubeere überall da gefunden habe, wo ich mich wohl und ein bisschen wie zu Hause angekommen fühlte, ist es eine meiner liebsten Pflanzen geworden.
Doch was „kann“ die Blaubeere eigentlich alles?

Aussehen & Vorkommen:
Der botanische Name leitet sich von dem Namen „baccinium“, was so viel wie „Beerenstrauch“ bedeutet, ab.
„myrtillus“ wegen der Myrten ähnlichen Früchte.
Weitere Namen der Blaubeere sind z.B. Heidelbeere, Schwarzbeere,Taubeere oder Wildbeere.
Sie gehört zur Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae).
Es gibt bis zu 500 verschiedene Blaubeerarten.
Ihre Blüten sind 4-7 mm lang und sehen ein wenig aus, wie kleine, rötliche, hängende Lampenschirme.
Diese erblühen von April bis Juni, je nach Region und Witterung, an einem verzweigten, grünen, holzigen Strauch.
Die 1-3 cm langen Blätter sind eiförmig, spitzzulaufend und manchmal leicht gezähnt.
Die Früchte der Blaubeeren sind kugelförmig und Dunkelblau.
Sammeln kann man sie von August bis Oktober.
Sie kommt vor allem in Kiefern- & Fichtenwäldern in Mittel- & Nordeuropa, Nordasien und Nordamerika vor.
Sie ist in Höhenlagen von bis zu 2500 m Höhe zu finden.
Ihr Standort ist halbschattig mit sauren, feuchten Böden und in Heide- sowie in Moorlandschaften.
Die Blätter zur Verwendung in Tees werden im Juni gesammelt und getrocknet, die Früchte sobald sie reif sind, wobei es regional größere Unterschiede geben kann.

Die Rauschbeere

Vorsicht Verwechslungsgefahr!
Die Blaubeere kann mit der Rauschbeere (Vaccinium uliginosum) verwechselt werden.
Sie bevorzugt auch die selben Standorte und ist ein Heidelbeergewächs.
Allerdings schmeckt sie nicht besonders gut und führt zu Schwindel und Unwohlsein.
Unterscheiden tun sie sich darin, dass die Blaubeere hellgrün, die Rauschbeere blaugrün ist und der Stiel der Blaubeere kantiger ist.
Die Früchte der Rauschbeere erscheinen auch heller und matter als die der Blaubeere.

Blaubeeren und ihre Mystik:
Auch in der Mystik der vergangenen Zeit stößt man immer wieder mal auf die Blaubeere.
Die Blaubeeren sollen aus Perlen des Rosenkranzes der Maria entstanden sein, welche sie in einer Hungersnot auf die Erde fallen lies.
Bei den Indianern war sie ein Geschenk des großen Geistes um vor Hunger zu bewahren.
Fabelwesen wie Zwerge sollen ihre Eingänge zu ihrem unterirdischen Reich voller Schätzen vor allem da haben, wo größere Mengen an Blaubeeren wachsen.
In der Region Tschechiens wurden früher Blaubeeren von jungen Mädchen in einen Wasserfall geworfen und je nach dem, wie viele sie wieder aus dem Wasser sammelten, sollte es ihnen vorher sagen, ob sie heiraten würden oder nicht.

Wirkung & Verwendung:
Im Mittelalter wurden die Blätter und Früchte zur Behandlung von Entzündungen im Mund-& Rachenraum sowie auch bei Durchfallerkrankungen verwendet.
Blaubeeren sind reich an Vitaminen wie Vitamin C, A, B E und Beta Carotin.
Sie enthalten Mineralien wie Eisen, Kalzium, Magnesium, Kalium und außerdem enthalten sie Ballaststoffe.
Sie enthalten auch einen hohen Anteil an Antioxidantien die dem Zellschutz dienen.
Zudem sollen Blaubeeren das Herz und Immunsystem stärken.
Sie können eine krebsvorbeugende und entzündungshemmende Wirkung haben.
Ein hoher Gerbstoffgehalt in getrockneten Beeren und Blättern kann gegen Durchfallerkrankungen helfen.
Gerbstoffe ziehen die Darmschleimhaut zusammen und schränken die Schleimsekretion ein, weswegen sie sich gegen Durchfallerkrankungen einsetzen lassen.
Ein zu hoher Verzehr der frischen Beeren kann wiederum zu Durchfall führen.
Der regelmäßige Verzehr der Beeren kann auch die Sehkraft sowie Nachtsichtigkeit verbessern.
Die wilde Blaubeere hat einen deutlich höheren Nährstoffgehalt als die Kulturform die man meist im Handel kaufen kann.
Das sieht man vor allem an dem hellen Fruchtfleisch.
Gerade das tief, rote Fruchtfleisch und der Saft enthalten viele der wichtigen Inhaltsstoffe.
Trinkt man die Blätter als Tee, sollte man davon nur 2 Esslöffel pro Tasse verwenden und sie nicht zu regelmäßig trinken, sondern nur nach Bedarf.
Auch die getrockneten Beeren können bei Durchfallerkrankungen als Tee getrunken werden

Was ich mit der Blaubeere mache:
Ich verwende sie zu einem in fast jedem Smoothie den ich mir zubereite, in veganen Blaubeerpancakes, getrocknetes Pulver in Heißgetränken mit geschäumter Baristahafermilch und Ahornsirup aber durch ihre kräftige Farbe kann man sie auch zum Malen nutzen.

Blaubeermarmeladen Rezept:

  • 1 kg Blaubeeren
  • 500 g Gelierzucker
  • 1 Bio-Zitrone
    Wer mit Gewürzen experimentieren möchte, kann die Marmelade z.B. mit Vanille und Zimt abschmecken, dass sind meine Favoriten.
  • 1 großer Kochtopf
  • 1 Kelle
  • ca. 5 sterile Gläser (ca. 230 ml) zum abfüllen (z.B. alte Marmeladengläser)

    So wird’s gemacht:
  1. Erst müssen die Heidelbeeren gewaschen werden und von eventuell Blättern und kleinen Stielen, also alles, was man später nicht in der Marmelade haben möchte, befreit werden…
  2. Den Saft der Zitrone ausdrücken.
  3. Die Blaubeeren mit dem Gelierzucker und dem Zitronensaft in dem Topf vermischen und ggf. die Blaubeeren anstampfen.
  4. Wer seine Marmelade feiner haben möchte, kann sie nun noch pürieren.
    Nun wird sie zum kochen gebracht und unter ständigem Rühren wird sie 5 Minuten eingekocht.
  5. Bevor sie in sterile Gläser abgefüllt wird, kann man eine Gelierprobe machen.
    Hierzu nimmt man ein klein wenig Masse mit einem kleinen Löffel aus dem Topf und gibt die Masse auf einen Porzellanteller.
    Wenn man diesen dann etwas schräg anhebt ist zu sehen ob die Marmelade eventuell noch zu flüssig ist oder schon gut geliert. Sollte sie noch zu flüssig sein, läßt man die Marmelade noch etwas köcheln (ca 1 Minute).
  6. Die heiße Marmelade kann nun in die sterilen Gläser (das sie steril sind ist wichtig, damit die Marmelade haltbar bleibt und nicht schimmelt oder schlecht wird) bis zum Rand abgefüllt und fest verschlossen werden. Die Ränder der Gläser müssen vor dem verschließen unbedingt ganz sauber sein. Eventuelle Abfülllreste sollten mit einem Küchentuch vor dem verschließen entfernt werden.
  7. Geschlossen ist die Marmelade an einem kühlen und dunklem Ort bis zu einem Jahr haltbar.

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