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Der Wald

Welche Bedeutung hat der Wald für uns Menschen?

Welche Bedeutung haben Wälder die „Grüne Lunge unserer Erde“ für uns?

Seit ich laufen kann ist mein liebster Platz immer in den Wäldern gewesen und ist er immer noch.
Es gab und gibt immer etwas zu entdecken und das Rauschen unter dem Blätterdach strahlt Ruhe und Geborgenheit aus.
Ein ausgewogener Spaziergang senkt messbar unser Stresslevel und so etablierte sich das „Waldbaden“ aus Japan auch immer mehr in Deutschland.
Wälder sind wichtige Ökosysteme denn der Wald gibt seinen wilden Bewohnern ein Heim und Nahrung.
Er beherbergt eine große Artenvielfalt und ist so Lebensraum vieler Tier-, Insekten und Pflanzenarten.
So leben in einer Hand voll Waldboden mehr Lebewesen als Menschen auf der gesamten Erde.
Der Wald beeinflusst und schützt unser Klima indem er schädliche Stoffe wie Gase und Staub filtert und bindet, wie z.B. Kohlendioxid.
Er produziert Sauerstoff durch die Photosynthese, die in den grünen Pflanzenteilen stattfindet.
Die Wälder sind ein wichtiger Rohstofflieferant, filtern und speichern Wasser und sorgen so für eine hohe Trinkwasserqualität.
Durch sein eigenes Klima kann es selbst an heissen Sommertagen  bis zu 6°C kühler sein und verschafft so angenehme Abkühlung.
So sind sie die größten Süßwasserspeicher der Welt und speichern hier rund 70% unseres Trinkwassers.

Wälder stabilisieren den Boden was vor allem in Berggebieten wichtig ist um z.B. vor Erdrutschen und Erosionen zu schützen.
Deutschland ist mit ca. 11,4 Millionen Hektar Wald bedeckt.
Das ist ca. ein Drittel Deutschlands.
Doch mit dem ursprünglichen „Urwald“ hat das nicht mehr viel zu tun, denn 99% der Waldfläche Deutschlands sind vom Menschen geprägt und somit Kulturlandschaften.
Der deutsche Wald besteht zu 57% aus Nadelbäumen und zu 43% aus Laubbäumen.
Die letzten „Urwälder“ Europas findet man z.B. in den rumänischen Karpaten, Polen und dem Muddus Nationalpark in Schweden.
In Deutschland macht eine „unberührte“ Waldfläche gerade mal 0,3 Prozent aus.
Die meisten der sogenannten „Urwälder“ sind aber auch das nicht, sondern wurden einfach nur 90 Jahre nicht von Menschen beeinflusst.

Der Wald hat einen großen Einfluss auf unsere Gesundheit:
So werden einige Bestandteile von Medikamenten aus dem tropischen Urwald bezogen.
Doch auch für unsere mentale und psychische Gesundheit hat der Wald eine große Bedeutung.
In Japan ist das „Waldbaden“ ein Therapiekonzept welches auf Rezept verschrieben werden kann.
Ein Spaziergang durch den Wald kann Depressionen, Bluthochdruck lindern und senkt messbar unser Stresshormon Cortisol.
Der Aufenthalt im Wald stärkt auf mehreren Wegen auch unser Immunsystem und kann sich positiv auf unser Herz-Kreislaufsystem auswirken.

Das bewusste Erleben im Wald stimuliert und schärft unsere Sinne wie Hören, Riechen und Sehen.
Dies regt die Regeneration des vegetativen Nervensystems an.
Wissenschaftler konnten zudem feststellen, dass der Teil im Gehirn, der für den Umgang mit Stress zuständig ist, bei Menschen die am Wald wohnen oder sich viel im Wald aufhalten, besonders gesund ist.
Patienten die nach Operationen ins Grüne sehen können, sollen schneller genesen und weniger Schmerzmittel benötigen als Patienten, die keinen Blick ins Grün haben.

Zudem steckt der Wald voller Wunder:

Er gab schon immer große Inspirationen für Sagen und Märchen.
Doch früher fürchteten sich die Menschen tatsächlich vor dem Wald und meideten ihn so gut es ging, ganz im Gegensatz zu heute.
Der Wald ist ein faszinierendes Ökosystem und alles in ihm hat seinen Sinn und sein Aufgabe.
Alles ist miteinander verbunden,.
Bäume können sogar mit Düften kommunizieren und haben ein Gedächtnis und geben so Informationen an ihren „Nachwuchs“ weiter.
Es herrscht ein ständiger Informationsaustausch zwischen den verschiedensten Organismen.
Bäume kümmern sich um ihre Baumkinder und versorgen diese über die Wurzeln mit Nährstoffen.
Sie können sich über elektrische Signale gegenseitig vor Schädlingen warnen.
Bäume leben in Symbiose mit einigen nützlichen Pilzen. 
Da Pilze keine lebensnotwendige Photosynthese betreiben können, nehmen sie die Energie von den Bäumen ohne sie stark zu schädigen und im Gegenzug liefert der Pilz dem Baum Nährstoffe, kann die Wurzeln des Baumes sogar schützen und vernetzt die Bäume in einem riesigen Wurzelgeflecht untereinander.  
So spricht man vom „wood wide web“.
Forscher konnten zudem auch festhalten, dass Bäume schreien können wenn sie z.B. zu wenig Wasser bekommen.

Der Kreislauf von Leben und Tod im Wald:

Ein immer währender Kreislauf aus der Entstehung bzw. Keimung eines Samens, der zu einem kleinem Pflänzchen heran wächst und über teils Jahrhunderte, zu einem stattlichen Baum wird.
„Totholz“ ist für den Wald unglaublich wichtig denn es gibt all die Nährstoffe, die ein Baum über Jahrhunderte aufgenommen hat, wieder an seine Umwelt ab.
Außerdem speichert dieses Totholz auch einiges an Feuchtigkeit.
Das tote Holz wird mit der Zeit von unzähligen Kleinstlebewesen und Organismen zersetzt und seine Nährstoffe so wieder an andere Bäume weiter gegeben.
Die Lebewesen, vor allem Kleinstlebewesen und Organismen im Wald sind die wahren Meister des Recycling und der Weiter- bzw. Wiederverwertung. 
Sie zersetzen nicht nur Totholz sondern auch die Blätter und andere abgestorbene Pflanzen-, Pflanzenteile sowie auch tote Tiere.
So entsteht ein nährstoffreicher Humusboden.
Also ist so ein toter Baum nicht gleich tot, sondern steckt eigentlich noch voller Leben.
Doch so ein gesunder Waldboden und Artenvielfalt kann nur entstehen, wenn der Mensch so wenig wie möglich Einfluss auf dieses Ökosystem nimmt. 

Wie alle Pflanzen haben auch Bäume über die Jahrtausende verschiedenste Metamorphosen entwickelt um sich vor Witterungseinflüssen und Tieren zu schützen.
Das Ausbilden von Nadeln z.B. dient dazu, die Transpirationsfläche zu verringern und sich vor Tierfrass zu schützen.
Ebenso das Überziehen von einer lederartigen Wachsschicht von Pflanzenteilen und das Zusammenrollen von Blättern soll vor der Transpiration schützen.
Die Behaarung von Blättern und Stielen schafft ein Mikroklima und schützt ebenfalls vor dem vertrocknen.

Doch unsere faszinierenden Wälder sind durch verschiedenste Einflüsse bedroht:
Zum einen durch den Klimawandel der vor allem durch den geringen Niederschlag und dem Absinken des Grundwassers, Flachwurzlern wie Tanne und Fichte stark zusetzt, da die Wurzeln nicht mehr zum Wasser gelangen.
Diese Schwächung der Bäume macht sie anfällig für Schädlinge wie z.B. dem Borkenkäfer und schädliche Pilze, dies sieht man z.B. sehr im Harz.
Zum anderen mussten die Wälder durch die starken Unwetter der letzten Jahre erhebliche Schädigungen ertragen.
Hochwasser und Überflutungen die längere Zeit anhalten setzten Baumarten die mit der anhaltenden Feuchtigkeit nicht klar kommen zu.
Auch Waldbrände haben in den vergangenen Jahren immer mehr zugenommen.

Aber auch die starke Schadstoffbelastung in der Luft wie z.B. Schwefeldioxid, Stickstoffoxide und Kohlendioxid, setzt den Bäumen enorm zu.
Dies führt unteranderem zum versauern der Böden.

Auch die Monokulturen in der Forstwirtschaft sorgen dafür, dass unsere Wälder weniger widerstandsfähig sind und es kaum noch gut durchmischte Wälder gibt.
Je mehr verschiedene Baumarten es in einem Wald gibt, desto vielfältiger ist das Ökosystem welches viele verschiedene Nützlinge und Helfer auf den Plan ruft.
Dies kann einen Wald stabiler und widerstandsfähiger machen und kann auch mehr Wasser speichern. 

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